
Am Ufer der Weser, am Rand Bremens, wächst ein Garten, der Stadt und Menschen Luft zum Atmen gibt. Quadrate legen ein leises Raster, in dem Beete, Wege und kleine Häuser zu Nachbarn werden. Hier geben Bewohner:innen Zeit, ernten Gemeinschaft und finden zwischen Würfeln und Kräutern ihr eigenes Stück Ruhe.
Lebendiger Garten“ ist ein Entwurf, der ein Ufergrundstück in Bremen zu einer klar strukturierten und gemeinschaftsorientierten Anlage weiterentwickelt. Grundlage des Projekts ist ein präzises quadratisches Raster, das das gesamte Gelände ordnet und Wege, Parzellen und offene Bereiche definiert. Dieses Raster bildet einen ruhigen, wiedererkennbaren Rahmen, in dem sich alle Funktionen selbstverständlich einfügen.
Die Organisation des Gartens folgt der Logik dieses Rasters. Die Pflanzflächen sind abgestuft angelegt, sodass Erreichbarkeit und Pflegeaufwand in einem verständlichen System zusammenkommen. An den äußeren Rändern liegen die größten Felder mit robusten Baumarten, die nur wenig Betreuung erfordern. Weiter innen folgen mittelgroße Parzellen mit Pflanzen, die regelmäßige Pflege benötigen und für die Nutzerinnen und Nutzer gut erreichbar sind. Die kleinsten Quadrate befinden sich direkt am zentralen Gebäudebereich und bieten Raum für Kräuter und Gemüse, deren tägliche Pflege Nähe und Präsenz erfordert. Auf diese Weise entsteht ein Garten, in dem Pflanztyp, Lage und Nutzung logisch miteinander verknüpft sind.


Aus derselben Rasterlogik entwickeln sich die Gebäude. Die Volumen entstehen aus gestapelten Würfeln, sodass die dreidimensionale Architektur direkt aus der zweidimensionalen Ordnung hervorgeht. Dadurch entsteht ein kohärentes Gesamtbild, in dem Garten und Baukörper als Teile eines Systems lesbar bleiben. Das zentrale Gebiet setzt sich aus kleinen Baukörpern zusammen, die wie Puzzleteile gefügt sind. Zwischen ihnen entstehen Höfe, Wege und Nischen, die unterschiedliche Nutzungen ermöglichen und das Gelände räumlich beleben. Der Garten bietet der Nachbarschaft vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Menschen können dort Pflanzen anbauen, zusammenkommen, feiern oder kleine private Außenräume nutzen. Die Architektur unterstützt diese Offenheit durch ihre klare Struktur, ihre einfache Geometrie und die Flexibilität der Module. Ein Ort, an dem Gemeinschaft, Ruhe, Nutzung und Natur innerhalb einer präzisen Ordnung zusammenfinden.





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