
Zwischen Geschichte und Gegenwart wächst eine Schule neu heran: Das Wilhelm-Gymnasium in Braunschweig wird behutsam saniert und erweitert, zwei Standorte, die gemeinsam ein Ganzes bilden. Alte Mauern atmen wieder, Räume öffnen sich für Licht, Bewegung und Lernen in einer lebendigen Zukunft.
Beide Projekte wurden gleichzeitig nach dem Gewinn des ersten Preises im Miniwettbewerb 2022 mit Zuschlag im VGV-Verfahren vom Team Christoph Keiner Architekt und Eckert + Honegger Architekten gestartet. An der Hauptstelle in der Leonhardstraße 63 umfasste die Aufgabe die Sanierung einer Gründerzeit-Schule mit rund 7 500 m² Bruttogeschossfläche sowie eine Erweiterung von 870 m². Parallel dazu wurde an der Außenstelle in der Leonhardstraße 12 die Sanierung des historischen Bestands mit 4 200 m² Bruttogeschossfläche und ein Ersatzneubau mit 2 900 m² für Sporthalle, Mensa und Fachklassen entwickelt. Beide Maßnahmen verfolgen ein klares Ziel: die historische Substanz zu bewahren und sie für heutige Unterrichtskonzepte weiterzuentwickeln. Wertvolle Details werden sorgfältig restauriert, das Gefüge wird durch klare, effiziente und langlebige Ergänzungen gestärkt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Energieperformance; die Gebäudehülle und die technische Ausrüstung werden ertüchtigt, Tageslichtführung sowie natürliche und mechanische Lüftung präzise abgestimmt. So sinkt der Betriebsenergiebedarf, während der Komfort spürbar steigt. Das Ergebnis ist eine helle, zeitgemäße und barrierefreie Lernumgebung, getragen von den Prinzipien Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Nutzerfreundlichkeit. Der Leistungsumfang umfasste die Leistungsphasen 1 bis 3 nach HOAI.



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